Plastik im Meer - Fakten und Infos

Plastik im Meer ist mittlerweile ein großes Problem. Wir zeigen Euch woher dieser Plastikmüll im Meer kommt und was man dagegen tun kann. Mit Fakten und Informationen über Plastik im Meer möchten wir Euch aufzeigen wie dringend dieses Problem ist! In unserem Blog zeigen wir Euch Plastik alternativen und zeigen Euch, wir ihr Plastik vermeiden - oder sogar ganz Plastikfrei leben könnt.

Wenn Du schon einmal einen Monat lang versucht hast, ohne Kunststoffverpackungen und Plastikflaschen aus dem Supermarkt zu kommen, bist Du wahrscheinlich kläglich gescheitert. Genauso schwer ist es, Dein Lieblings-Mineralwasser in einer Glasflasche bestellen zu wollen. Die meisten Supermärkte haben nur Plastikflaschen im Angebot.

Plastikflaschen

Selbst Biogemüse wird außerhalb eines Bioladens in Klarsichtfolie verpackt. Es liegt unnötigerweise auf einem Teller aus Plastik oder Hartschaum. Beobachtest Du Kundinnen im Supermarkt, benutzen viele für jede einzelne Obstsorte und jedes mitgenommene Gemüse eine dünne Plastiktüte. Papiertüten suchen die Kunden oft vergebens. Selbst auf dem Wochenmarkt, wo vorwiegend Unverpacktes zu kaufen ist, wirst Du mit diversen dünnen Plastiktüten nach Hause gehen - es sei denn, Du hättest einen Korb mitgenommen.

Am Ende einer Woche landen alle Plastiktüten, Einwegflaschen und Plastik-Umverpackungen in der Mülltonne. Wenn jeder die Inhalte aller Plastikmüll-Ladungen eines Jahres hochrechnet, ergibt sich ein erschreckend großer Anteil, den jeder einzelne am weltweiten Plastikmüll-Problem hat. Immerhin haben wir heute ein größeres Bewusstsein für die Problematik. Doch es erweist sich aus verschiedenen Gründen als problematisch, an diesem massiv gewordenen Problem etwas zu drehen.

Wo beginnen wir, ein anderes Bewusstsein zu erschaffen?

Natürlich beginnt die Kette der Problem-Verursacher bei den Herstellern von Plastikwaren. Diese produzieren für die Industrie alles, was praktisch, nützlich, billig und optisch ansprechend ist. Angebot und Nachfrage befruchten sich dabei gegenseitig. Einerseits bieten die Hersteller bestimmte Verpackungslösungen an. Andererseits fragen die Discounter und Unternehmen auch bestimmte Verpackungslösungen an.

Plastikmüll im Meer

Im Übrigen werden chemische Fasern auch in nicht recycelbarer Kleidung oder in Haushaltsgegenständen, in Plastikrohren, Autos oder technischen Gegenständen verwendet. Alle hergestellten Kunststoff-Komponenten stellen am Ende ein massives Entsorgungsproblem dar. Je nach Lebensdauer tritt das Entsorgungsproblem früher oder später auf. Die Hersteller haben aber kaum etwas damit zu tun. Sie werden meistens nicht für die Entsorgung in die Pflicht genommen.

Der Verbraucher erwartet bestimmte Eigenschaften von allem, was er kauft. Es soll zum Beispiel hygienisch, leicht transportierbar, leichter dosierbar, dicht schließend oder gut verstaubar sein. Kein Werkstoff eignet sich für unsere Ansprüche so gut wie Kunststoffe und Kunstfasern. Diese können mit den verschiedensten Eigenschaften ausgestattet werden.

Am Ende der Kette steht aber immer die Entsorgung. An diesem Punkt endet plötzlich das Interesse, das jeder einem Produkt eben noch entgegengebracht hat. Es ist nun ein nutzloser Gegenstand, der ersetzt werden soll. Die Plastikflasche, die Outdoorjacke, die Kunststoff-CD-Hülle oder die Klarsichtfolie, die das Gemüse geschützt hat, landen im Mülleimer und anschließend auf einer Deponie. Auf rätselhafte Weise landet trotzdem ein erheblicher Teil aller entsorgten Plastikteile im Meer. Diese finden sich später als Mikroplastik in Binnengewässern und Böden. Dort ist die Verseuchung mit Mikroplastik mittlerweile sogar vier bis 23-mal so hoch wie im Meer!

Warum landen Unmengen Plastik im Meer?

Es ergibt sich aus der eben geschilderten Kette an Müll-Verursachern, dass wirklich jeder mitverantwortlich ist, wenn eine große Menge Plastik am Ende im Meer landet. Plastikschachteln, Kunststoffflaschen und Umverpackungen von Grillgut werden oft einfach am Strand liegengelassen. Sie werden am Waldrand abgeladen oder ins Gebüsch entsorgt. Plastikfolien wehen irgendwann ins Meer oder werden durch die Reibung von Sand und Steinen zu Mikroplastik zermahlen.

Warum landen Unmengen an Plastik im Meer?

Doch auch aus anderen Quellen - beispielsweise mit großen Flüssen - wird jede Menge Plastik ins Meer geschwemmt. Stell Dir vor, am Rhein liegt alle 10 Meter ein vergessenes Stück Plastik, das vom Wasser mitgerissen wird. Bei einer Länge von 1.232,7 Kilometern sind das potenziell 123,7 Stücke Plastikmüll am Tag, die der Rhein ins Meer trägt. Um die Dimensionen dieses Problems zu erahnen, eine weitere Zahl: Zwischen 1950 und 2010 haben die Hersteller von Verpackungen und Folien 8,3 Milliarden Tonnen Plastik in Form von Einweg- und Wegwerfprodukten, Umverpackungen und Folien produziert, und unter die Menschen gebracht.

Von dieser gewaltigen Menge werden aber nur lächerliche 10 Prozent recycelt. Ein weiterer Teil - maximal 30 Prozent - wird verbrannt. Der allergrößte Teil unserer Kunststoffabfälle wurde aber in Drittweltländer verschifft - frei nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Was dort damit passiert, hat bisher niemanden interessiert. Der größte Abnehmer unserer Plastikabfälle war China, bis das Land sich diesen Müllexport 2018 verbeten hat.

Nun ist Malaysia ein williger Plastikmüll-Abnehmer. Die drei weltweit größten Plastikmüll-Verschiffer sind derzeit die USA, Japan und Deutschland. Das sollte uns zu denken geben. Wir erlauben uns den Luxus, andere Länder mit unseren Plastikabfällen vollzumüllen. Statt Lösungen für das immense Müllproblem zu finden, bürden wir es gegen Geld ärmeren Ländern auf.

Es wird immer mehr Plastik im Meer

Plastik im Meer

Der Plastikmüll im Meer bildet mittlerweile riesige "Patches", die auf der Meeresoberfläche schwimmen. Siehe auch: "Größter Müllstrudel der Welt". Die Patches werden von der Strömung immer weiter mit Plastikmüll angereichert. Dafür sorgen beispielsweise die Flüsse, an denen Städte und Industrieanlagen liegen. Schlimmer aber sind die zerriebenen Plastikteile, die zum Meeresboden sinken.

Die Fische fressen mit dem Plankton auch Mikroplastik-Partikel. Delfine verheddern sich in herumschwimmenden Kunststoffnetzen und ersticken qualvoll. Wale fressen größere Plastikteile, weil sie diese für Quallen halten. Wenn der Magen voll ist, verenden sie qualvoll. Der Müll im Meer hat Dimensionen angenommen, die nicht mehr tragbar sind. Mehr Informationen zu den Auswirkungen von Mikroplastik auf Tiere und Pflanzen.

Gemeinsam gegen Plastik im Meer

Gemeinsam gegen Plastik

Um mehr mediale Aufmerksamkeit und weitere Erkenntnisse über die Müllfluten zu sammeln, finden einmal im Jahr sogenannte "Ocean Clean-ups" von Freiwilligen statt. Dabei werden die angeschwemmten Teile genau nach Zahl und Art ausgewertet. Diese Aktion ist nur eine unter vielen, die den Fokus auf das Plastikmüll-Problem lenken. Die Dimensionen dieses Problems sind aber für die meisten Menschen schier unvorstellbar.

Wer sich der "Zero Waste"-Bewegung anschließt, erkennt am eigenen Leibe, wie schwer es ist, den eigenen Haushaltsmüll zu reduzieren und komplett plastikfrei zu machen. Der entscheidende Punkt ist jedoch: Mit etwas Mühe ist es machbar. Es gibt nämlich Alternativen und Vermeidungsstrategien. Noch mehr Plastikmüll im Meer ist keine Option. Plastik vermeiden heißt, auf breiter Front anzugreifen.

Wie viel Plastik schwimmt im Meer, das von Dir stammen könnte? Wie lange bleibt Plastik erhalten, das Du achtlos am Strand liegen lässt oder ins Gebüsch entsorgst?

Danksagung

Vielen Dank an die Online-Agentur Berlin für die bereitstellung und pflege des Internetportals "Plastik-im-Meer.de".

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